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Apr 28 2016

conjectFM Anwendertag 2016

bild-blog-fm-anwendertag-2016Auch in diesem Jahr haben wir eine sprichwörtlich „gute Tradition“ fortgeführt und den conjectFM Anwendertag zum dritten Mal im Haus der Unternehmer in Duisburg veranstaltet. Über die Zeit ist im conjectFM-Kundenkreis eine sehr aktive und engagierte Community entstanden, für die das Event zu einem festen Bestandteil ihres alljährlichen Terminkalenders geworden ist. So trafen sich am 21. April 2016 wieder mehr als 60 Anwender, um sich über Neuerungen und Einsatzbeispiele von conjectFM zu informieren. Dabei lockte nicht nur das Programm unsererseits sondern auch die Möglichkeit des Austausches untereinander.

Einleitend durfte ich in Vertretung von Regional Director Andreas Hofherr zunächst wieder einen Überblick über das vergangene Jahr sowie einen Ausblick auf das Jahr 2016 gegeben. Im Anschluss daran hielt ich einen Vortrag zum Thema BIM im Facility Management. BIM ist DER Trend in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Allerdings ist es für Facility Manager nicht immer leicht zu erkennen, wo für sie die Chancen und Herausforderungen durch die Nutzung von BIM in Bestand und Betrieb liegen. Den Gesprächen in den Pausen konnte ich aber entnehmen, dass durch den Vortrag zumindest ein gewisses Bewusstsein für die Notwendigkeit geschaffen wurde, sich mit BIM auseinanderzusetzen.

Danach ging es dann konkret ins Produkt und Hans-Dieter Lange stellte das neue Release conjectFM 8.3 in einer Preview vor. Neben vielen punktuellen Verbesserungen liegt der Fokus dieser Version klar auf dem Energiemanagement, das umfassend überarbeitet und erweitert wurde. Die Diskussion mit den Anwendern hat gezeigt, dass nun viele Anforderungen aus der täglichen Praxis mit conjectFM abgedeckt werden können. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass die Notwendigkeit, ein Energiemanagement oder -controlling einzuführen, unverändert groß ist. In der Beschaffung von Energie nutzen Facility Manager häufig moderne Verfahrensweisen; bei der Verbrauchsdokumentation und den damit verbundenen Umlagen, Verrechnungen etc. sind aber noch deutliche Lücken zu erkennen. Aus dem Feedback können wir dennoch schließen, dass die Hürde für einen Einsatz nun aber deutlich gesunken ist.

Ein Vortrag wurde den Neuerungen in der conjectFM Portal Lösung gewidmet. Marcus Kaminski stellte die wesentlichen Verbesserungen vor und zeigte diese auch teilweise live im Produkt. In einigen Bereichen beschränkte er sich dabei auf übergeordnete Darstellungen, da in den späteren Breakout-Sessions noch detaillierter darauf eingegangen werden sollte. Im Bereich der Zeichnungsverwaltung und -bearbeitung haben sich aber so viele Dinge getan, dass er an dieser Stelle seine Ausführungen vertiefte und damit auf reges Interesse stieß. Dass die Anwender das Thema aufmerksam verfolgten, zeigte sich unter anderem an den spontan entstehenden Diskussionen und Fragen beispielsweise beim Zuordnen von Plänen, dem Beschreiben von Räumen oder dem Platzieren von Objekten im Plan.

Breakout-Sessions und Wiener Schmäh sorgen für Infotainment beim Anwendertag

Ein absoluter Höhepunkt des diesjährigen Anwendertages war der Vortrag von Michael Jan Swoboda vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (Bmeia). In seinem Beitrag „conjectFM weltweit – Liegenschaftsmanagement in den österreichischen Vertretungen im Ausland“ stellte er dar, vor welchem Hintergrund und mit welcher Zielsetzung vor einigen Jahren conjectFM eingeführt wurde und welche Nutzen seine Behörde daraus gezogen hat. Zu den besonderen Herausforderungen gehörte neben dem breiten Spektrum an Gebäuden vom historischen Palais bis zum modernen Passivhaus die Vielzahl an Standorten, die sich weltweit über unterschiedliche Klima- und Zeitzonen verteilen und unterschiedlichsten technischen, kulturellen und rechtlichen Standards unterliegen. Vor allem das Liegenschaft-, Energie- und Fuhrparkmanagement werden heute mittels CAFM unterstützt und führen zu einer wesentlich größeren Transparenz und gleichzeitig enormen zeitlichen und budgetären Einsparungen. Die Art und Weise der Projekt-Vorstellung, der gekonnte Einsatz des Wiener Schmähs gepaart mit einer sehr humorvollen und selbstkritischen Vortragsweise haben diesen Beitrag sehr besonders gemacht. Vielen Dank nochmals an Herrn Swoboda an dieser Stelle!

Bereits zuvor habe ich die ebenfalls traditionellen Breakout-Sessions erwähnt. In diesem Jahr gab es zwei Blöcke in denen jeweils acht parallele Gruppen ausgewählte Themen vertieft haben. Dazu gehörte das Umzugsmanagement – ein echter Dauerbrenner im FM. Beginnend mit grafischen Umzugsplanungen und -simulationen bis hin zu den zahlreichen damit verbundenen Workflows wurden diverse Aspekte beleuchtet und auf neue, veränderte Anforderungen hin untersucht. Etwas intensiver fielen die Diskussionen bei den mobilen Apps aus. Aber nicht wie erwartet im Bereich der funktionalen Eignung für die Praxis sondern eher hinsichtlich diverser technischer Aspekte. Sehr kontrovers diskutiert wurde die Notwendigkeit für die Unterstützung der verschiedenen Betriebssysteme (iOS, Android and Windows). Es scheint, als würde der Bedarf an Lösungen für Android stetig zunehmen. Diese Einschätzung unserer Kunden und Anwender werden wir definitiv in die zukünftigen Planungen für die Entwicklung unserer Apps mit einbeziehen.

Eigentlich ist es schade, dass ich hier nicht aus den zahlreichen Einzelgesprächen und Diskussionsrunden zwischen den Anwendern berichten kann, denn wie ich schon in der Einleitung geschrieben habe, sind es gerade diese Gespräche, die den Anwendertag noch attraktiver werden lassen. Andererseits sollte dies für all diejenigen, die vor einer Woche nicht dabei sein konnten ein Anreiz sein, den nächsten Anwendertag unbedingt zu besuchen. Dabei zu sein ist ohnehin besser, als eine Nachbetrachtung zu lesen. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit unseren Anwendern wieder einen erfolgreichen und informativen Tag verbringen konnten. Und ich freue mich – wenn auch leicht verfrüht – schon jetzt wieder auf den Anwendertag 2017.

Vielen Dank all denen, die daran mitgewirkt haben!

About the author

Frank Bögel

Frank ist Technical Director EMEA bei Aconex. Fast schon in Sherlock-Holmes-Manier untersucht er rund um das Facility Management stets neue Trends, Frage- und Aufgabenstellungen mit dem erklärten Ziel, diese mit CONJECT-Software zu lösen. Mindestens ebenso euphorisch wie ausdauernd zeigt sich Frank auch in seiner Freizeit, wenn er sich zur Wasser, zu Land und „per pedes“ beim Triathlon verausgabt. Selbstkasteiung? – weit gefehlt! Kulinarische Köstlichkeiten sind Franks zweitschönste Belohnung für die Trainingsstrapazen.

2 comments

  1. Dr. Ludwig Will

    Sehr geehrter Herr Bögel,kenne CONJECT seit 2001, hatte seinerzeit mit unserem Wohnungsbauprojekt Alte Schönhauser Str. 22 in Berlin über Frau Tonscheid u.a. Input zu Entwicklung gegeben.10 Jahre später hatte ich noch mit Frau Tonscheid und Herrn Aldearth Kontakt wegen FM/CONJECT für Wohn-Bestandsobjekte kleinerer GröÃ�e: eine abgespeckte nicht so teure Version. Das führte damals nicht weiter.Heute interessiert mich die FM-Kleinobjekt-Lösung immer noch. Denn nach meiner Erfahrung haben wir in der Wohnungswirtschaft (von den GroÃ�betrieben mit mehreren Tsd. WE abgesehen, die ich nicht näher kenne, abgesehen) Steinzeit und moderne (Verwaltungs-) Technik nebeneinander. Frage: Gibt es bei Ihnen FM-Konzepte, geeignet auch für Häuser mit nur wenigen WE? Denn in solch kleinen Objekte steckt die Mehrzahl der WE. Diesen Markt zu erschlieÃ�en dürfte – angesichts preiswerterer/leistungsfähigerer Hard- und Software – heute doch der Mühe wert sein?Für gelegentliche Antwort herzlichen Dank im VorausMfg Ihr Ludwig Will, Tel. 030 – 882 78 35, post@will-berlin.de

  2. Frank Bögel

    Lieber Herr Will, Sie sprechen mir mehr als aus der Seele – und das in zweifacher Hinsicht. Zum Einen gebe ich Ihnen Recht, dass in einigen Bereichen der Immobilienbewirtschaftung, die Wohnungswirtschaft gehört m. E. dazu, immer noch ein steinzeitliches Vorgehen üblich ist. Und auch im Bereich der vermeintlich kleineren Bestände bietet sich bereits mit wenigen IT-technischen Veränderungen ein enormes Verbesserungspotenzial. Hier besteht über eine Lösung wie conjectFM sicher eine Möglichkeit der Optimieren. Der zweite Punkt in dem ich Ihnen Recht geben möchte, ist der, hinsichtlich preiswerterer Geschäftsmodelle für Software. conjectFM steht Ihnen auch als SaaS-Lösung zur Verfügung. Somit sind die Kunden nicht mehr verantwortlich für den Betrieb der Software und können sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Damit geht einher, dass durch monatliche Abrechnungsmodele auch die Einführungs- und Betriebskosten für die Software drastisch sinken. Vor dem Hintergrund der von Ihnen beschriebenen “kleinen” Projekte ist dies somit sicher eine zukunftsorientierte Vorgehensweise. Herzliche Grüße, Frank Bögel

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