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Mar 03 2016

INservFM – Zwei Branchen feiern Hochzeit

INservFM

INservFM 2016: Lebendige Podiumsdiskussion und spannende Vorträge im Begleitprogramm

… so zumindest hat Johann Thoma, Geschäftsführer der Mesago Messe Frankfurt GmbH und somit Veranstaltungsvertreter, die Messe 2016 im Rahmen der offiziellen Eröffnung bezeichnet. Hochzeit, weil der Zusammenschluss der Branchen Facility Services und Industrie Services zu einer gemeinsamen Messe nach längerer Anbahnung nun endlich erfolgreich umgesetzt wurde. Daher rührte auch die neue Namensgebung INservFM. Diese neue Ausrichtung und der gemeinsame Auftritt wurden sowohl im Vorfeld als auch während der Messetage immer wieder betont und hervorgehoben. Ich persönlich halte den Ansatz auch für sehr gut, zumal er natürlich für CAFM-Anbieter wie CONJECT neue Ansprechpartner auf die Messe zieht.

Neues Konzept fällt unmerklich ins Gewicht
Die Stimmung auf der Messe lässt sich somit am besten als „Aufbruchstimmung“ bezeichnen. Alle Aussteller waren bester Dinge und gespannt, wie das neue Konzept bei den Messebesuchern ankommt. Hier zeigte sich dann allerdings ein kleiner Pferdefuß: Der Zuspruch von außen war nicht so groß wie erwartet. Es mag daran liegen, dass im ersten Jahr der gemeinsamen Messe nur relativ wenige Anbieter aus dem Industrie Service Bereich anwesend waren, gleichzeitig aber „treue Besucher“ der Messe das neue Konzept nicht recht einzuordnen wussten. Merklich ins Gewicht gefallen ist der Bereich Industrie Service jedenfalls nicht, weder durch Gesprächspartner an unserem Stand, noch durch auffällige Präsenz von Ausstellern.

Weniger Besucher als im Vorjahr
Und dennoch haben wieder zahlreiche Interessierte den Weg in die Halle 11 auf dem Frankfurter Messegelände gefunden. Mit ca. 4.200 Besuchern lag die Besucherzahl unter dem Vorjahreswert und es teilten fast alle Aussteller, mit denen ich gesprochen habe, den Eindruck, dass die Halle deutlich leerer wirkte, was die Anzahl an Besuchern angeht. Im Rahmen der Nachbetrachtung ist aber deutlich geworden, dass die Messe einen aus unserer Sicht sehr stabilen Zustrom an Kontakten gewährleistet. Die Messe gliedert sich schon fast traditionell in zwei echte Messetage und einen Karrieretag. Am ersten und zweiten Messetag haben wir zahlreiche interessante Gespräche zu vielen Themen führen können. Natürlich war auch in diesem Jahr das Thema Betreiberverantwortung wieder ein Dauerbrenner, anders als in den Vorjahren gab es aber kein herausstechendes Thema, das wie ein Leitmotto durch die Messehalle ging. So zumindest meine Einschätzung hinsichtlich der inhaltlichen Fragen und Aufgabenstellungen.

BIM erreicht endgültig die FM-Branche
Zwei Themen, die nicht unbedingt nur auf CAFM zu beziehen sind, waren jedoch nahezu immer und überall präsent. Zum einen erreicht BIM als innovativer Ansatz für Planen, Bauen und Betreiben von Immobilien nun auch endgültig die Facility Management Branche. In vielen Gesprächen wurde ich gefragt, wann und in welchem Ausmaß ich denn nun einen wahrnehmbaren Einfluss auf den Immobilienbetrieb erwarte. Außerdem beschäftigen sich sehr viele Unternehmen mit der Frage, wie man sich nun aufstellen sollte – technisch wie fachlich – um dieser zukünftigen Aufgabenstellung angemessen begegnen zu können. Durch die komplette softwareseitige Abdeckung aller drei Phasen des Lebenszyklus war CONJECT hier als Ansprechpartner überdurchschnittlich gefragt. Abgesehen davon, dass ich mich persönlich bereits sehr lange und intensiv mit BIM beschäftige, waren die zahlreichen Anfragen und Gespräche eine Bestätigung unseres Engagements im BIM-Umfeld, sowohl hinsichtlich der Software als auch in Bezug auf unsere vielfältigen Aktivitäten in diversen Gremien.

CONJECT_desk

Mobiles CAFM zum Anfassen

Großer Andrang am Mobile Device Desk
Das zweite, übergreifende Thema war Mobile Computing. Die Nachfrage nach mobilen Apps und Prozessunterstützung im FM durch mobile Geräte war deutlich spürbar. Ganz besonders war das am Andrang an unserer Mobile Device Theke zu spüren. Hier konnten Besucher und Interessenten unsere Apps ausprobieren. Die Intensität, mit der dieses Angebot angenommen wurde, hat mich überrascht, denn typischerweise sind Interessenten eher zurückhaltend. Bei mobilen Geräten ist dies anscheinend anders, weil vermutlich jeder bereits durch die alltägliche Nutzung mit ihnen vertraut ist.

Etabliertes Thema führt zu lebendiger Podiumsdiskussion
Neben dem reinen Messetreiben und den damit verbundenen Gesprächen ist die Messe aber auch seit Jahren für ein umfangreiches Begleitprogramm bekannt. Natürlich haben Besucher die Möglichkeit, sich bei Ausstellern über Produkte und Neuigkeiten zu informieren, aber der parallel stattfindende Kongress und das breit gefächerte Programm auf dem Messeforum bieten für viele einen zusätzlichen Anreiz. Das Messeforum erfreute sich in diesem Jahr meiner Meinung nach einer noch größeren Beliebtheit und war durchweg gut besucht. Das gilt auch für die Podiumsdiskussion, welche der CAFM Ring organisiert hat und an der ich als Diskutant teilgenommen habe. Ich war zunächst skeptisch, ob ein mittlerweile so reifes Thema wie die Betreiberverantwortung – Titel der Diskussion war „Unterschätzer Nutzen von CAFM für die Betreiberverantwortung“ (gekürzt) – noch attraktiv für die Besucher ist, aber die Sitzreihen waren sehr gut gefüllt und die dynamische Diskussion wurde durch Fragen und Beiträge aus dem Auditorium noch deutlich lebendiger. Im Nachgang würde ich die Diskussion als vollen Erfolg bezeichnen.

Gut gefüllter Raum für „BIM im FM“-Session
Und zu guter Letzt hatte ich auch wieder die Gelegenheit, einen Vortrag im Rahmen des Kongresses zu halten. Wie in jedem Jahr musste man sich bereits lange im Voraus mit einem innovativen und für Besucher relevanten Themenvorschlag bewerben. Das Kongresskomitee hat den von mir eingereichten Beitrag „Kollaborativer Ansatz im Lebenszyklus mit open BIM“ für wert befunden, ins Programm aufzunehmen. So konnte ich am Nachmittag des zweiten Messetages im Rahmen der Session „BIM im FM“ sprechen. Trotz vorgerückter Stunde – der Vortrag fand am späten Nachmittag statt – war der Raum gut gefüllt. Besonders gefreut habe ich mich, dass im Anschluss an die Session spontan eine Diskussion aufkam, welche Bedeutung das Thema und meine Ausführungen nun wirklich für die Praxis haben. Hier zeigte sich, dass diese Fragestellung aktuell wirklich heiß diskutiert wird und viele Menschen und Unternehmen beschäftigt. Der Eindruck aus der Messehalle wurde also auch im Kongress nochmals bestätigt.

Als Fazit nehme ich mit, dass die Messe wie in nahezu allen Jahren zuvor ein Erfolg für uns war. Gleichzeitig bleibt sie trotz geändertem Konzept eine wesentliche Plattform für uns als CAFM-Anbieter um einem breiten Fachpublikum unsere Produkte und Kompetenzen vorzustellen. Und selbst, wenn drei Tage Messe mit aller Vor- und Nachbereitung ein wirklicher Kraftakt sind, so freue ich mich doch jetzt schon auf das nächste Jahr und die nächste Messe.

About the author

Frank Bögel

Frank ist Technical Director EMEA bei Aconex. Fast schon in Sherlock-Holmes-Manier untersucht er rund um das Facility Management stets neue Trends, Frage- und Aufgabenstellungen mit dem erklärten Ziel, diese mit CONJECT-Software zu lösen. Mindestens ebenso euphorisch wie ausdauernd zeigt sich Frank auch in seiner Freizeit, wenn er sich zur Wasser, zu Land und „per pedes“ beim Triathlon verausgabt. Selbstkasteiung? – weit gefehlt! Kulinarische Köstlichkeiten sind Franks zweitschönste Belohnung für die Trainingsstrapazen.

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