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Nov 11 2013

Rechtssicherer Arbeits- und Gesundheitsschutz – die Ergebnisse unserer Umfrage

Arbeits- und Gesundheitsschutz (AGS) rechtssicher in die betrieblichen Prozesse zu integrieren ist eine besondere Herausforderung für Unternehmen.

UmfragestrukturIn unserer Kurzumfrage wollten wir wissen, welche Gründe für einen systematischen AGS sprechen, mit welchen Schwierigkeiten die Anwender dabei zu kämpfen haben und welche Unterstützung sie sich wünschen, um den Anforderungen des AGS besser gerecht zu werden.

 

Umfragestruktur
Ca. zwei Drittel der Umfrageteilnehmer waren Facility Manager, es haben sich aber auch Geschäftsführer, IT-Verantwortliche und Objektmanager zu Wort gemeldet.

 

Ziele des AGS
Ziele Arbeits- und GesundheitsschutzFast alle Befragten geben an, dass sie AGS aufgrund der rechtlichen Verpflichtung sowie zur Sicherstellung der Arbeits- und Betriebssicherheit aktiv betreiben. Das ist nicht erstaunlich, ist doch der aktive Arbeits- und Gesundheitsschutz ein Kernelement zur Wahrnehmung der Betreiberverantwortung.

Immerhin die Hälfte der Teilnehmer sieht eine geringere Arbeitsbelastung und die damit verbundene höhere Zufriedenheit der Arbeitnehmer als direkten Nutzen des AGS. Und 28 Prozent sind sogar der Meinung, dass ein wirksamer AGS die Produktivität erhöht.

 

Größte Schwierigkeit ist die mangelnde Akzeptanz
Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Arbeits- und GesundheitsschutzesEin Drittel der Befragten sieht die größte Schwierigkeit bei der Umsetzung des AGS in der mangelnden Akzeptanz und Motivation auf Seiten der Mitarbeiter sowie der unteren und mittleren Führungsebenen. Die Antworten reichen von “fehlender Sicherheitssensibilität” bis hin zu “aktivem Widerstand” von Mitarbeitern. Für eine erfolgreiche Durchsetzung muss ihnen die hohe Bedeutung und der Nutzen von AGS vermittelt werden und es muss gewährleistet sein, dass vereinbarte Maßnahmen auch eingehalten werden, z. B. durch Softwareunterstützung.

Aber auch das Gegenteil ist der Fall. 28 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Unternehmensleitung bzw. die fachlichen Vorgesetzen ihrer Verpflichtung zum Arbeitsschutz nicht bewusst sind und zudem der Überblick über geltende Vorschriften fehlt. Oder auch das Interesse?

Der hohe finanzielle und personelle Aufwand der Integration des AGS stellt ebenfalls ein Problem dar; in unserer Umfrage für 17 Prozent der Teilnehmer. Oft wird der Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Planungen zu spät berücksichtigt. Wenn die Budgets definiert sind, ist es schwer, dem AGS nachträglich Ressourcen zuzuweisen.

Nur 8% der Umfrageteilnehmer bemängeln das Fehlen einer gesetzeskonformen Dokumentation im Sinne der Betreiberverantwortung. Erstaunlich, denn die Hälfte der Befragten steuert das Arbeitsschutzmanagement mithilfe von Excel.

 

Exceleritis beim Arbeits- und Gesundheitsschutz?
Hilfsmittel zur BetreiberverantwortungDoch Probleme mit Excel sind vorprogrammiert. Oft versteht nur der Ersteller der Datei den Inhalt und die Zusammenführung unterschiedlicher Datenquellen gestaltet sich auch oft schwierig. Trotzdem sehen 60 Prozent der Befragten aktuell keinen Handlungsbedarf, eine CAFM-Software einzusetzen oder haben auf diese Entscheidung in ihrem Unternehmen keinen Einfluss. Diese vermeintliche Fehleinschätzung belegt auch eine Studie der European Spreadsheet Risk Interest Group in England: Obwohl 95 Prozent aller Tabellenkalkulationen fehlerhaft sind, sind doch 90 Prozent der Nutzer von der Richtigkeit ihrer Tabellen überzeugt.

 

Voraussetzungen einer Softwareunterstützung
Immerhin 40 Prozent der Befragten würden allerdings eine Softwareunterstützung des AGS in Betracht ziehen, wenn die folgenden Anforderungen abgedeckt würden:

survey-softwareunterstuetzung-AGS•    Flächenoptimierung von Arbeitsplätzen
•    Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen
•    Verbesserung der Dokumentationslage
•    Online-Unterweisungen
•    Prüfung der Raumdaten bzgl. Arbeitsstättenrichtlinien

Als wichtige Erfolgsfaktoren wurden vor allem die einfache Nutzbarkeit, eine webbasierte Bedienung, sowie die einfache Integration vorhandener Daten genannt. Außerdem sollten Analyse, Bewertung und Ergebnisse in einem System gesteuert, überwacht und dokumentiert werden.


Fazit

Fast die Hälfte der Befragten können sich vorstellen, ihr Arbeitsschutzmanagement durch den Einsatz eines CAFM-Systems gesetzeskonform zu systematisieren. Der zunehmende Druck auf öffentliche und private Immobilieneigentümer beim Nachweis zur Wahrnehmung der Betreiberverantwortung wird die Softwareunterstützung des AGS sicherlich in den nächsten Jahren weiter vorantreiben.

Veranstaltungshinweis:
CONJECT zeigt im WebinarLösungswege zur Einführung eines systematischen AGS in Ihrem Unternehmen vor.

About the author

Frank Bögel

Frank ist Technical Director EMEA bei Aconex. Fast schon in Sherlock-Holmes-Manier untersucht er rund um das Facility Management stets neue Trends, Frage- und Aufgabenstellungen mit dem erklärten Ziel, diese mit CONJECT-Software zu lösen. Mindestens ebenso euphorisch wie ausdauernd zeigt sich Frank auch in seiner Freizeit, wenn er sich zur Wasser, zu Land und „per pedes“ beim Triathlon verausgabt. Selbstkasteiung? – weit gefehlt! Kulinarische Köstlichkeiten sind Franks zweitschönste Belohnung für die Trainingsstrapazen.

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